Sardische Spezialitäten – Delikatessen der mediterranen Küche

Sardische Spezialitäten – Delikatessen der mediterranen Küche

ID 118631550 © Ca Irene Lorenz | Dreamstime.comZahlreiche Gerichte und Köstlichkeiten der sardischen Küche haben ihren Ursprung in der Antike und in der Hirtenkultur späterer Jahrhunderte.

Sardische Spezialitäten sind einzigartig im Mittelmeerraum und werden unter Verwendung natürlicher Zutaten hergestellt.

Sardisches Brot – Grundnahrungsmittel seit der Antike

Brot spielt in der sardischen Küche eine wichtige Rolle und ist seit der Antike ein Grundnahrungsmittel auf der Mittelmeerinsel. Rund 90 verschiedene Brotsorten sind auf Sardinien bekannt, wobei das traditionelle Fladenbrot Pane Carasau auf die längste Geschichte zurückblickt.

Bei dieser sardischen Spezialität handelt es sich um ein hauchdünnes Fladenbrot, das aus Hartweizengrieß, Wasser und Hefe hergestellt wird. Vor dem Backen im Steinofen wird es zu hauchdünnen Fladen ausgerollt. Das Fladenbrot besitzt eine lange Haltbarkeit und diente früher den Hirten und Seefahrern als Proviant. Aus der Provinz Ogliastra stammt das Pistoccu, das eine ähnliche Konsistenz wie das Pane Carasau besitzt, jedoch deutlich dicker ist.

Pecorino – die Käsespezialität Sardiniens

Die Schafzucht besitzt auf Sardinien eine lange Tradition und seit Jahrhunderten wird aus der Milch der Tiere die Käsespezialität Pecorino hergestellt. Bereits in der Antike diente der Hartkäse römischen Legionären als Reiseproviant auf ihren Eroberungsfeldzügen im Mittelmeerraum. Sardischer Pecorino wird in den Varianten Dolce und Maturo angeboten.

Pecorino Dolce ist ein junger Schafskäse mit weicher Konsistenz, der zwischen zwei und drei Monaten gereift ist. Deutlich länger muss der Pecorino Maturo reifen, der einen würzigen Geschmack besitzt und härter als der junge Käse ist. Eine Sonderform des Pecorino mit einer gewöhnungsbedürftigen Eigenart ist der Casu Marzu. Dabei handelt es sich um einen überreifen Schafskäse mit lebenden Maden, die sich im Inneren des Käselaibes befinden.

Sie entwickeln sich aus den Eiern der Käsefliege, die die Insekten auf der Oberfläche des Laibes ablegen. Die Maden werden beim Verzehr des Casu Marzu mitgegessen.

Pasta-Tradition auf Sardinien

Pasta-Gerichte spielen in der italienischen Küche und somit auch in der sardischen Küche eine große Rolle. Eine Spezialität von der Mittelmeerinsel wird als Malloreddus bezeichnet und ist auf nahezu sämtlichen Speisekarten der Inselrestaurants zu finden.

Die Nudeln haben Ähnlichkeit mit den bekannten Gnocchis und werden aus Hartweizengrieß hergestellt. Ein charakteristisches Merkmal der Malloreddus sind die streifenförmigen Vertiefungen auf der Nudeloberfläche, an denen die Soßen besonders gut haften bleiben. Die sardische Spezialität wird mit verschiedenen Soßen serviert. Das DOP-Siegel weist Malloreddus als regionstypische Spezialität mit Alleinstellungsmerkmal aus.

Video: Sardinien - ein kulinarischer Streifzug

Alkoholische Spezialitäten von der Mittelmeerinsel

Von Sardinien stammen mehrere alkoholische Spezialitäten mit einem unverwechselbaren Charakter.

Der Weinanbau blickt auf der Insel auf eine lange Tradition zurück und einige exzellente Rot- und Weißweine können Sie während Ihres Urlaubes im Ferienhaus auf Sardinien probieren. Die bekannteste Rebsorte auf der Insel ist Cannonau, die etwa auf einem Fünftel der gesamten Anbaufläche angebaut wird. Der trockene Wein zeichnet sich durch einen vollmundigen Geschmack und ein fruchtiges Erdbeerbouquet aus.

Der süße Fruchtlikör mit dem Namen Mirto ist eine weitere alkoholische Spezialität von der Mittelmeerinsel. Er wird aus den Beeren und Blüten der immergrünen Myrte hergestellt und kann als Aperitif vor dem Essen oder nach der Mahlzeit genossen werden. Die dunkte Variante mit der Bezeichnung Mirto Rosso ist besonders süß und sollte eiskalt getrunken werden. Eine Bierspezialität Sardiniens ist das traditionelle Ichnusa.

Das Bier mit einem Alkoholgehalt von 4,7 Vol.-% wird seit 1912 in der Inselhauptstadt Cagliari gebraut und in die ganze Welt exportiert. Im Etikett befindet sich das sardische Nationalsymbol, das ein rotes Georgskreuz auf weißem Grund mit vier schwarzen Köpfen zeigt. Dieses Symbol findet sich auch in der Nationalflagge Sardiniens wieder.

Bottarga – die Fischspezialität aus Meeräschenrogen

Bottarga ist eine außergewöhnliche sardische Spezialität, die aus dem Rogen der Meeräsche hergestellt wird. Im Sommer finden sich die schmackhaften Speisefische in großen Schwärmen vor der sardischen Küste zur Eiablage ein.

Den größten Exemplaren wird nach dem Fang der Rogen entnommen und anschließend zur Spezialität Bottarga weiterverarbeitet. Die Fischeier werden gesalzen und getrocknet, bevor sie als sardische Delikatesse auf den Tisch kommen. Die Einheimischen verzehren die Fischspezialität in kleinen Stücken als Vorspeise vor dem Hauptgericht.

Süße Köstlichkeiten der sardischen Küche

Süße Desserts und Gebäck spielen in der sardischen Küche eine wichtige Rolle. Eine Spezialität von der Mittelmeerinsel ist Torrone. Dabei handelt es sich um eine Variante des weißen Nougats, der unter Verwendung von Gebirgsblütenhonig, Nüssen, Mandeln und Eiweiß hergestellt wird.

Nicht weniger schmackhaft ist das Karnevalsgebäck Pirichittus, das mit seiner runden Form an kleine Schneebälle erinnert. Eine außergewöhnliche Kreation der sardischen Küche wird als Sebada bezeichnet. Dabei handelt es sich um kreisrunde Pfannkuchen, die mit Käse gefüllt und in der Pfanne gebraten werden. Eine pikante Geschmacksnote erhalten Sebadas durch den Honig, der zu diesem Gericht serviert wird.

Erleben Sie während Ihres Urlaubes in einem der Ferienhäuser auf Sardinien die Vielfalt der sardischen Küche. Genießen Sie die traditionellen Spezialitäten in den Inselrestaurants oder auf der Terrasse Ihres Ferienhauses.

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Sardische Spezialitäten

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