Die Cinque Terre

Die ‚Cinque Terre’ – Weltberühmte Fotomotive ohne Ende ...

ID 53688148 © Janos Gaspar | Dreamstime.comAbgeschieden, idyllisch, dramatisch, malerisch, Weltkulturerbe und (fast) immer gut besucht – das sind die ‚Cinque Terre’ Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola sowie Riomaggiore.

Auf einer Länge von ca. zwölf Kilometern zwängen sich die ‚Fünf Länder’ oder ‚Fünf Orte’ in die Steilküste der Italienischen Riviera zwischen Punta Mesco und Punta di Montenero. Nur ca. 7000 Einwohner wohnen in der als Nationalpark geschützten Region.

1997 wurden die Cinque Terre gemeinsam mit Porto Venere und den Inseln Palmaria, Tino und Tinetto zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Spätestens seit diesem Zeitpunkt zählen sie zu den touristischen Highlights in Ligurien. Und das vollkommen zu Recht! Denn diese fünf kleinen, noch dazu vom Klima begünstigten Ortschaften sind tatsächlich etwas ganz Besonderes. So erstrecken sich die Cinque Terre entlang fünf äußerst schmaler Einschnitte innerhalb der Küste, die zum Teil aus mehreren hundert Metern Höhe steil ins Meer hinabfällt. Vier der fünf Orte liegen unmittelbar am Wasser. Lediglich Corniglia thront auf einem Felsvorsprung rund 100 Meter über dem Meer.

Erstmals erwähnt wurden ein ‚Castro Venaccio’ sowie ein ‚Monte Russo’ im Jahre 1050. Im 12. Jahrhundert ließ dann die Republik Genua eine Festungsanlage im größeren, südlich gelegenen Porto Venere errichten. Nachdem Vernazza 1209 endgültig genuesisch geworden war, blieben die fünf kleinen Ortschaften für Jahrhunderte Teil der Seefahrer-Republik.

Steil, steiler, am steilsten – wo Wein und Häuser in die Höhe wachsen

ID 140744771 © Witr | Dreamstime.comTypisch für die Cinque Terre sind die für den Weinbau angelegten steilen Terrassen mitsamt den zahlreichen Trockenmauern, die heutzutage regelmäßig instand gehalten werden müssen, um ein Abrutschen der Hänge zu verhindern. Der Anbau von Wein, Zitrusfrüchten und Oliven bildeten neben dem Fischfang über Jahrhunderte hinweg die Lebensgrundlage der Einwohner. Heute kommt ein lebhafter Tourismus hinzu, der es an Wochenenden und Feiertagen sogar ziemlich eng werden lässt. Planen Sie dies als Ferienhaus-Urlauber bitte unbedingt mit ein.

Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke von Genua nach La Spezia an der Küste entlang erhielt jeder der fünf Orte Ende des 19. Jahrhunderts seinen eigenen Bahnhof. Noch heute ist diese Bahnstrecke die wichtigste Verbindung der einzelnen Orte untereinander, denn lediglich Riomaggiore und Manarola sind über eine gut ausgebaute Straße zu erreichen. Zum Glück ist die Bahnfahrt selbst eine Attraktion, die zwar fast nur durch Tunnel führt, aber häufig faszinierende Ausblicke aufs Meer bietet. Die restlichen Dörfer erreichen Sie entweder mit der Bahn oder über steile, enge Straßen mit vielen Serpentinen.

Der größte Ort der Cinque Terre ist Monterosso mit rund 1700 Einwohnern. Hier gibt es die meisten Hotels, Restaurants und Geschäfte. Wer ‚Leben’ sucht, ist somit in Monterosso genau richtig. Sonnenanbeter finden hier zudem den einzigen größeren Badestrand.

Die berühmte ‚Cinque-Terre-Bilderbuchansicht’ finden Sie hingegen in dem traumhaft schönen Vernazza. Der Ort liegt auf einer kleinen Halbinsel, und die alten Burgtürme, die kleine Piazza am Meer, die Kirche ‚Santa Margherita’ am Hafen mit einem 40 Meter hohen Glockenturm sowie der felsige Hintergrund lassen den Ort zu einem der heißbegehrtesten Fotomotive ganz Italiens werden. Überzeugen Sie sich selbst!

Etwas Besonderes ist wiederum Corniglia, denn der Ort liegt als einziger der ‚Fünf’ nicht unten am Meer, sondern auf einem Felsen fast hundert Meter darüber. Das schließt viele, viele Stufen mit ein, die man hinab- und wieder hinaufsteigen muss, um zum kühlen Nass zu gelangen. Vorteil ist aber, dass das Örtchen deswegen etwas abseits des sonstigen Touristenstromes liegt und kein einziges Hotel besitzt. Dafür lockt einheimisches Leben, Idylle und ein wirklich großartiger Blick von oben über die Küste! Und wenn Sie zufällig am 1.Mai dort sein sollten, dann erleben Sie sogar das ‚Strappamaggio-Fest’, wenn der beste ‚Sciacchetrà’, ein leckerer Dessertwein der Region, prämiert wird. Der Kirche San Pietro aus dem 14. Jh. können Sie ebenfalls noch einen kurzen Besuch abstatten. Ihre Fassade mit dem gotischen Rosenfenster ist sehenswert.

Ein Malerort war hingegen Manarola – aufgrund der Häuser, die fast kubistisch in kühnen Verschachtelungen über- und nebeneinander errichtet wurden. Die schönste Stelle finden Sie übrigens südlich des Hafens auf einem kleinen Felsen über dem Meer. Treppen und Gassen führen von der Hauptstraße dann wieder links und rechts die steilen Hänge hinauf. Künstler wie Renato Birolli, einer der wichtigen italienischen Maler des 20. Jahrhunderts, haben in Manarola gearbeitet. Der Begründer der sog. ‚Arte Povera’, Michelangelo Pistoletti, wohnte übrigens lange Zeit im benachbarten Corniglia.

In Riomaggiore führt eine verhältnismäßig breite Hauptstraße mit zahlreichen Geschäften, Cafés und Restaurants hinunter zum Meer. Unten am Hafen sehen Sie, wie sich die mehrstöckigen Hausfassaden fotogen emportürmen – und zwar in allen möglichen Farbtönen, in verwittertem Rot, Orange, Gelb oder Violett. Nach dem Besuch der Kirche ‚San Giovanni Battista’ aus dem Jahre 1340 können Sie zudem die Fresken des argentinischen Malers Silvio Benedetti am Rathaus bewundern, der hier vor gut 35 Jahren Szenen aus dem Leben der einheimischen Fischer und Winzer verewigte.

Entspanntes Wandern auf dem ‚Liebesweg’

Sind Sie in Ligurien, dann sind also die ‚Cinque Terre’ ein unbedingtes Muss! Nur als Strand- und Sonnenanbeter haben Sie es hier naturgemäß etwas schwerer. Lediglich in Monterosso al Mare finden Sie einen Sandstrand, weshalb die meisten Besucher Tagestouristen und Wanderer sind. Für die ist die Gegend allerdings ein Eldorado. Berühmt ist vor allem die ‚Via dell' Amore’, der leicht begehbare und in den Fels geschlagene ‚Liebesweg’, der die Dörfer Riomaggiore und Manarola miteinander verbindet. Landschaftlich noch reizvoller ist dann jedoch die Wanderung von Manarola über Corniglia und Vernazza nach Monterosso. Hier erleben Sie auf schmalen Pfaden durch die Macchie sowie die zahllosen Wein- und Olivenhänge die herrliche Gegend. Festes Schuhwerk allerdings nicht vergessen!

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