Bozen

Bozen – die ‚Stadt der tausend Dialekte’

ID 86626054 © GoneWithTheWind | Dreamstime.comIn Bozen (ital.: ‚Bolzano’) reichen sich italienisches ‚dolce vita’ und deutsche ‚Gründlichkeit’ die Hand. Mit ca. 110.000 Einwohnern ist die kleine ‚Stadt von Welt’ mit ihren vielen Facetten die Landeshauptstadt Südtirols.

Einerseits bleibt Bozen überschaubar, bietet aber andererseits mit seinen fünf Stadtteilen große kulturelle Vielfalt und mediterranes Flair. Obwohl die Stadt auch als ‚Stadt der tausend Dialekte’ bezeichnet wird, werden hier wie in der ganzen Provinz hauptsächlich zwei Sprachen gesprochen: Italienisch und Deutsch, was die Verständigung für alle Ferienhaus-Urlauber natürlich um so leichter macht.

Lebten hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch fast ausschließlich deutsche Muttersprachler, so hat sich das nach Ende des Ersten Weltkriegs stark gewandelt. Denn in der Zeit des Faschismus wurden viele Italiener aus dem Süden Italiens angesiedelt, während zahlreiche Ur-Südtiroler ins benachbarte Österreich oder nach Deutschland auswanderten. Heute leben in Bolzano hauptsächlich Menschen mit italienischer Muttersprache. Seit 1948 ist Bozen Messestandort, seit 1964 Bischofssitz der neuen Diözese Bozen-Brixen und seit 1997 Universitätsstadt. Zudem ist Bozen eine äußerst fahrradfreundliche Stadt und besitzt ein vorbildliches Radwegnetz.

Die Landeshauptstadt liegt darüber hinaus an der ‚Via Claudia Augusta’, einem Fernradweg, der entlang der gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft.

Bozen wird an drei Seiten von hohen Bergketten umschlossen. Etschtal, Eisacktal und Sarntal treffen hier mit ihren Flüssen Etsch, Eisack und Talfer zusammen. Die durchschnittliche Temperatur liegt im Sommer bei ca. 30 °C. Die durchschnittlichen nächtlichen Tiefstwerte in den Wintermonaten belaufen sich auf lediglich −2°C. Sogar der Dezember lässt die Sonne noch durchschnittlich drei Stunden täglich scheinen, wodurch Bozen zu einem perfekten Ganzjahresurlaubsziel wird.

Bozen - Wo schon Casanova und Goethe Obst genossen ...

1170–1180 wurde die Stadt von den Tridentiner Bischöfen als Marktsiedlung gegründet. Von Lauben gesäumte Gassen, ein Marktplatz (der ‚Kornplatz’) und eine inzwischen verschwundene Burg kennzeichneten den Beginn der Marktsiedlung, die schnell überregionale Bedeutung erreichte. Der Wohlstand wuchs beständig und lässt sich noch heute in den Gebäuden der schmucken Altstadt ablesen, die nun für den privaten Verkehr gesperrt ist.

So locken romantische Gassen, bunte Märkte und ein reges Treiben die Besucher vom ‚Rathausplatz’ bis zum ‚Obstplatz’. Unser Tipp: Unternehmen Sie am besten einen ausgedehnten Spaziergang durch die malerische Altstadt mit ihren Gassen und schmalen Durchgängen und lassen Sie sich von den hübsch verzierten Fassaden verführen. Vor allem die ‚Laubengasse’ ist sehenswert und war schon im Mittelalter das kaufmännische Zentrum der Stadt. Jedes Haus scheint hier individuell, und viele Fassaden stammen noch aus der Gotik. Durch die Schatten spendenden Lauben zu bummeln ist gerade an heißen Sommertagen ein Vergnügen. Cafés reihen sich hier an Restaurants und Eisdielen an Geschäfte und Läden. Nur das Portemonnaie könnte darauf weniger entspannt reagieren ...

ID 52219503 © Aladin66 | Dreamstime.comIn den Cafés am ‚Waltherplatz’ wiederum lässt sich u. a. lecker Frühstücken. Die Mitte des Platzes schmückt eine Statue des Minnesängers Walther von der Vogelweide. Frisch gestärkt sollten Sie sich dann zum ‚Neptunbrunnen’ auf der ‚Piazza delle Erbe’, dem ‚Obstplatz’ aufmachen, wo sich ganz Bozen trifft. Auf dem Platz fanden sich bereits Casanova und Goethe des Öfteren ein ... Und noch heute werden hier täglich Gemüse und viele weitere Köstlichkeiten der Region angeboten - außer sonntags. Vielleicht haben Sie sogar das Glück, das Bozener Altstadtfest ‚Am Hofe von König Laurin’ mitzuerleben, das alle zwei Jahre mitten im Stadtzentrum gefeiert wird. Der ‚Internationale Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni’, den u. a. die weltberühmte Martha Argerich gewonnen hat, wird ebenfalls jedes zweite Jahr durchgeführt.

Neben mittelalterlicher Architektur haben sich in Bozen aber auch viele sehenswerte Gebäude aus der Zeit der Habsburger-Monarchie erhalten. Auch wenn der seit dem 19. Jahrhundert aufblühende Tourismus seinen Schwerpunkt zunächst im heutzutage eingemeindeten Kurort Gries hatte, entstanden gerade in Bahnhofsnähe mehrere luxuriöse Hotels wie das bekannte Parkhotel Laurin. Hier verlockt der herrliche Garten zu einem Kaffee am Nachmittag. Daneben findet sich aber auch die neoklassizistische Architektur des Faschismus, die sich mit modernen Gebäuden abwechselt.

‚Ötzi’ lebt ...

Bozen ist ohne ‚ihn’ kaum noch denkbar – ‚Ötzi’, der berühmte Tote aus dem Eis, dessen Fund die Geschichte der alpenländischen Archäologie entscheidend verändert hat. Bozens eisiges ‚Schaustück’ müssen Sie im Archäologiemuseum besuchen, das nach seinem Fund 1998 eröffnet wurde. Das Highlight ist selbstverständlich die Mumie selbst. Darüber hinaus zeigt die sehenswerte Ausstellung eine Nachbildung von ‚Ötzi’, seine Kleidung und seine Habseligkeiten. Und natürlich sind die Geheimnisse um ihn und seinen Tod spannend aufbereitet. Wer möchte, kann sogar bei ‚CSI Ötzi’ mit ermitteln.

Wenn Sie dem eisigen Bewohner dann den Rücken gekehrt haben sollten, gehen Sie am besten noch einige Schritte weiter zum eindrucksvollen Schloss ‚Maretsch’ aus dem 13. Jahrhundert und besuchen Sie den im romanisch/gotischen Stil erbauten Dom ‚Maria Himmelfahrt’. Allein wegen der spannenden Architektur lohnt sich dann noch ein Abstecher zum ‚MUSEION’, dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Die Spiegelungen der Glasfassade sowie das faszinierende Spiel von Innen-, Außen- und Durchsichten im obersten Stockwerk vermitteln nicht nur Fotofreunden interessante Perspektiven.

Abschließend noch ein Tipp: Nutzen Sie die ‚Bozen Card Plus’, wenn Sie die Stadt samt Umgebung so richtig kennenlernen wollen. Sie bietet viele Vorteile - u. a. freien Eintritt in die Museen sowie die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel – und das gilt auch für die Seilbahnen! Denn wenn es Sie als Ferienhaus-Urlauber wieder raus aus der Stadt und hinein in die freie Natur zieht, dann sind die Bozener Hausberge mit der Seilbahn bequem und direkt von der Stadt aus zu erreichen.

Ein fantastischer Blick bietet sich zum Beispiel bereits während der Fahrt mit der Rittner-Seilbahn. Nach 12 Minuten ist man auf dem Sonnenplateau auf 1.000 Meter Höhe angelangt und kann die Aussicht auf Bozen, die Etsch und die umliegenden Weinberge ganz in Ruhe genießen. Oben warten abwechslungsreiche Wanderwege, die bekannten Erdpyramiden sowie die einzige Schmalspurbahn Südtirols. Sie fährt von Oberbozen nach Maria Himmelfahrt – der Panoramablick auf die Dolomiten ist im Fahrpreis inklusive. In wenigen Minuten ist man auch in Köhlern oder Jenesien. Herrliche Wanderungen führen zudem um die Montiggler Seen oder die berühmte ‚Seiser Alm’, die größte Hochalm ganz Europas.

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