Florenz

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Florenz - die ‚Schöne am Arno’

ID 46760796 © Sorin Colac | Dreamstime.comIhr Reichtum an Kunst, Palästen, Kirchen, Denkmälern und Museen ist (fast) unermesslich, ihre Geschichte bedeutend, ihre Schönheit legendär – die Hauptstadt der Toskana ist mit ihren ca. 390.000 Einwohnern zu Recht eine der berühmtesten und meistbesuchten Städte der Welt!

Fast 4,5 Millionen Touristen machen sich Jahr für Jahr in die zum Weltkulturerbe zählende historische Innenstadt auf, die ein wahrhaft einzigartiges künstlerisches und architektonisches Erbe offenbart. Für die Kunstinteressierten unter Ihnen ist es deshalb ratsam, den Besuch der vielen weltbekannten Galerien und Museen im Voraus zu planen und am Besten die entsprechenden Tickets online zu buchen. Von spontanen Besuchen ist aufgrund der riesigen Warteschlangen gerade im Sommer abzuraten, denn dann übersteigt die Zahl der Touristen die der Einwohner deutlich ...

Auch wenn in der Stadt bereits die mittelalterliche Kunst zu großer Blüte gelangte, steht das ‚italienische Athen’, wie Florenz seit dem 19. Jahrhundert genannt wurde, doch schlechthin für eine ganz bestimmte Kunstrichtung: die Renaissance! Die bedeutendsten zeitgenössischen Gelehrten und Künstler wie Leonardo da Vinci, Donatello, Botticelli, Michelangelo, Machiavelli oder Galileo Galilei lebten hier und prägten die (Kunst)Geschichte der Stadt. Gefördert wurden sie zumeist durch eine bedeutende Bankiers- und Herrscherfamilie: die Medici. Unter ihrer Führung entwickelte sich Florenz zu einer der reichsten Städte des 15. und 16. Jahrhunderts und wurde zum europäischen Zentrum des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handels- und Finanzwesens.

Die schöne Stadt am Arno besitzt einen eigenen (relativ kleinen) Flughafen und ist als Knotenpunkt perfekt an die wichtigsten Bahnlinien sowie Autobahnen des Landes angeschlossen. Als Ferienhaus-Urlauber erwarten Sie hier sehr warme Sommer sowie kalte und feuchte Winter. Insbesondere in den heißen Monaten kann es aufgrund häufiger Windstille deutlich wärmer werden als an der Küste, die jedoch nicht allzuweit für einen entspannten Tagesausflug entfernt liegt.

Bella Firenze - das ‚italienische Athen’

ID 6306144 © Dan Breckwoldt | Dreamstime.comEine Besiedlung der Florentiner Hügel durch die Etrusker ist für das 7. vorchristliche Jahrhundert nachweisbar, hiervon zeugt noch heute das hübsche Nachbarstädtchen Fiesole. Römisch wurde das Florentiner Gebiet dann erst durch Julius Cäsar, der 59 v. Chr eine Kolonie namens ‚Florentia’ anlegen ließ, die sich im Lauf der Zeit schnell entwickelte. Im Zuge der Völkerwanderung und der darauffolgenden byzantinischen Eroberung wurde die Stadt jedoch fast vollständig zerstört. Erst die Herrschaft der Langobarden ließ die Stadt wieder prosperieren, bis sie unter die Herrschaft der Karolinger geriet. Eine deutliche Expansion setzte dann im 12. Jahrhundert ein, als die Stadt schließlich autonom wurde. Es kam jedoch wie sooft in Italien zu erbitterten Auseinandersetzungen zwischen der kaiser- und der papsttreuen Bürgerschaft, die viele Kräfte binden sollten.

Unumstrittene Blütezeit der Stadt war das 14. und 15. Jahrhundert. Künstler und Gelehrte setzten Maßstäbe für die gesamte europäische Kunst, Kultur und Wissenschaft. Die Renaissance wurde geboren. Zugleich wurde Florenz zum Handels- und Finanzzentrum - vor allem durch die mächtige Familie der Medici. Im 17. Jhd. schwand jedoch die kulturelle Bedeutung von Florenz. Nach Aussterben der Medici fiel die Stadt an die Habsburger. Erst im 19. Jahrhundert begann ein erneuter wirtschaftlicher Aufschwung, als das ‚italienische Athen’ zum Ziel der zunehmenden Bildungsreisen, der ‚Grands Tours’ avancierte. 1861 wurde Florenz Teil des vereinigten Italiens und von 1865-71 sogar zur Hauptstadt des neuen Königreiches.

Wenn Sie als Ferienhaus-Urlauber die historische Altstadt besuchen, dann bemerken Sie sofort die Fülle an bedeutenden Bau- und Kunstwerken, die hier natürlich nicht alle erwähnt bzw. beschrieben werden können. Die meisten der Bauten entstammen der Zeit vom hohen und späten Mittelalter bis zur Renaissance und belegen die enorme wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung von Florenz. Das Zentrum der Altstadt bildet dabei die ‚Piazza della Signoria’, auf der Sie ihren Rundgang beginnen sollten. Hier befinden sich der 1299–1314 entstandene ‚Palazzo Vecchio’, der alte Sitz der Signoria, d. h. des Parlaments der einstigen Stadtrepublik. Im Inneren sollten Sie sich auf jeden Fall den riesigen ‚Saal der Fünfhundert’ nicht entgehen lassen, der mit Fresken Leonardos und Michelangelos ausgemalt wurde. An der Frontseite des Palazzo Vecchio sehen Sie übrigens schon von weitem einen der berühmtesten Jünglinge der Kunstgeschichte: Michelangelos ‚David’ - allerdings in Kopie. Das Original befindet sich heute in der ‚Galleria dell’Accademia’ und bildet das unwidersprochene Prunkstück der dortigen Sammlung. Nicht verpassen dürfen Sie vor lauter Bewunderung die ‚Loggia dei Lanzi’, einen gotischen Arkadenbau, mit weiteren höchstbedeutenden Skulpturen. Die Loggia bildete übrigens das Vorbild für die Münchener ‚Feldherrenhalle’.

Am gewaltigen ‚Neptunbrunnen’ von Bartolomeo Ammanati können Sie eine erste Pause einlegen, bevor Sie sich vielleicht zu einem der berühmtesten und größten Museen der Welt aufmachen: den Uffizien. Sie entstanden ab 1560 zunächst als Verwaltungsgebäude für das Großherzogtum der Toskana. Heute können Sie hier in über 50 Räumen stunden- oder gar tagelang die herrlichsten Arbeiten insbesondere der italienischen Malerei bestaunen. Hier erwartet Sie u. a. Botticellis ‚Geburt der Venus’.

Selbstverständlich müssen Sie sich dann durch die schönen Gassen mit vielen (teuren) Restaurants, Bars und Geschäften zu einem weiteren unvergleichlichen Ensemble aufmachen, das die Stadt sogar schon von weitem prägt: dem gewaltigen marmornen Dom, der Kathedrale ‚Santa Maria del Fiore’ mit der berühmten Kuppel des Brunelleschi, dem Campanile Giottos und dem Baptisterium ‚San Giovanni’ mitsamt seinen drei Bronzeportalen. Diese außerordentlich qualitätvollen Arbeiten wurden 1330 bis 1452 von Andrea Pisano und Lorenzo Ghiberti geschaffen. Im Dommuseum sind schließlich bedeutende Skulpturen wie die ‚Pietà Palestrina’ von Michelangelo zu besichtigen.

Weitere Kirchen mit herrlichem Skulpturen- und Freskenschmuck sind u. a. die Basilika ‚Santa Croce’, ‚Santa Maria Novella’ und die unvollendete ‚Basilica di San Lorenzo’ mit der Grablege der Medici. Auf einem Hügel oberhalb des Aussichtspunktes ‚Piazzale Michelangelo’ finden Sie zudem eine romanische Basilika aus dem 11. Jhd.: ‚San Miniato al Monte’. Den Aufgang zur Kirche sollten Sie unbedingt auf sich nehmen, denn die Sicht über die historische Stadt ist ein (inzwischen millionenfach fotografierter) Traum!

Als Sitz eines selbstbewussten Bürgertums und eines prunksüchtigen Adels ist Florenz natürlich reich an bedeutenden Stadtpalästen. Besuchen können Sie z. B. den ‚Palazzo Medici Riccardi’, den ‚Palazzo Rucellai’, den ‚Palazzo Davanzati’ aus dem 14. Jahrhundert, der die Einrichtung reicher Florentiner zur damaligen Zeit zeigt, und selbstverständlich den ‚Palazzo Strozzi’. Nach Entwürfen Giuliano da Sangallos von 1489–1539 erbaut, gilt er als eines der wichtigsten Bauwerke der Renaissance in Florenz. Im ‚Palazzo del Bargello’ aus dem 13. Jhd. finden Sie wiederum ein Museum mit wertvollen Skulpturen - u. a. von Donatello, Michelangelo, Cellini und Bologna.

Nicht nur ‚David’ und ‚Ponte Vecchio’ - Fotomotive ohne Ende

Vor allem in den Abendstunden sollten Sie sich noch zu einem weiteren Top-Highlight aufmachen: dem Ponte Vecchio. Die älteste und bekannteste Brücke der Stadt mit ihren mittelalterlichen Häusern und Juweliergeschäften ist wohl der wichtigste Florentiner Treffpunkt zum abendlichen Sonnenuntergangsfoto ...

Abschließend sollten Sie sich auf der südlichen Arnoseite noch den gewaltigen ‚Palazzo Pitti’ betrachten. Der Renaissancepalast wurde ab 1458 für die reiche Adelsfamilie Pitti errichtet und vermutlich von Brunelleschi entworfen. Er diente später u. a. der Münchener Residenz als Vorbild. Nach der Einigung Italiens residierten hier die italienischen Könige, wenn sie sich in Florenz aufhielten. Neben den repräsentativen royalen Gemächern sind hier heutzutage mehrere Museen untergebracht. So u. a. die ‚Galleria Palatina’ mit der Gemäldesammlung der Medici, die ‚Galleria d’Arte Moderna’ mit Malerei des 19. Jahrhunderts sowie das Museum für Mode und Kostüme. An der Rückseite des Palasts gelangen Sie zu einem der schönsten Gärten der Stadt: dem ‚Boboli-Garten’ mit vielen Skulpturen und Rabatten, der zudem einen schönen Blick über die Stadt erlaubt.

Auch wenn ‚bella Firenze’ vor allem durch seine Kunstwerke begeistert, Zeit für Kulinarik muss ebenfalls bleiben. Die typischen Gerichte sind eher einfach in der Zubereitung. Bekannteste lokale Spezialität ist das ‚Bistecca alla fiorentina’. Bei diesem ‚Steak nach Florentiner Art’ handelt es sich um ein mindestens 1 kg schweres, gegrilltes T-Bone-Steak vom Jungrind, das im Original blutig serviert wird. Weniger fleischlastig sind demgegenüber die ’Cantuccini’, die in Prato und Florenz hergestellt werden. Kenner tauchen das Mandelgebäck in ‚Vin Santo’, einen köstlichen Dessertwein.

Sind Sie als Ferienhaus-Urlauber in Florenz oder der unmittelbaren Gegend und haben noch mehr Lust auf Besichtigung, dann sei Ihnen z. B. Prato, die viel weniger bekannte Großstadt in der direkten Nachbarschaft mit ihrem romanischem Dom, den mittelalterlichen Palazzi und der Burg Friedrichs II. ans Herz gelegt. Toskanaliebhaber und solche, die es werden wollen, schwärmen natürlich auch von San Gimignano, dem mittelalterlichen Städtchen mit den weltbekannten Geschlechtertürmen, von Arezzo, Pisa, Siena und Lucca. Eine Cabriofahrt durch die idyllische Landschaft des Chianti ist dann natürlich der krönende Abschluss eines jeden Florenz-Besuchs.

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