Meran – stilvolle Kurstadt mit südlichem Flair

Umrahmt von einer eindrucksvollen Alpenkulisse und mit mediterranem Klima gesegnet - das ist Meran. Mit über 40.000 Einwohnern ist die Stadt nach Bozen die zweitgrößte Stadt Südtirols.

Die Bevölkerung des traditionsreichen Kurorts besteht dabei zur Hälfte aus deutsch- und italienischsprachigen Bewohnern. Meran (ital.: ‚Merano’) liegt in einem Tal, das von den Bergen der Texelgruppe, der Sarntaler sowie der Ortler-Alpen umgeben ist. Das milde Klima mit jährlich fast 300 Sonnentagen und die südländische Flora mit Palmen und Zypressen, Steineichen und Libanonzedern machen die Stadt nicht nur bei Ferienhaus-Urlaubern beliebt.

Über Jahrhunderte hinweg war Meran die Tiroler Landeshauptstadt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt dann vor allem als Kurort bekannt und aufgrund ihrer angenehmen trockenen Winter als ‚klimatischer Winterkurort’ anerkannt. Noch heute locken Traubenkuren und ‚Sissibäder’ zahlreiche Kurgäste und Wellness-Fans hierher. Die Stadt ist über eine Schnellstraße, die sogenannte ‚MeBo’, mit der Brennerautobahn verbunden. Zudem liegt Meran am Fernradweg, der als ‚Via Claudia Augusta’ entlang der antiken Römerstraße verläuft.

Herrliche Gärten und mittelalterliche Lauben

Architektonische Funde legen eine keltische Ansiedlung in der Nähe des heutigen Stadtgebietes nahe. In spätrömischer Zeit existierte dann mit dem ‚Castrum Maiense’ eine befestigte Siedlung. Die Stadt selbst wurde erstmals im Jahre 857 als ‚Mairania’ erwähnt, die im 12. Jahrhundert Hauptstadt der Grafschaft Tirol wurde. Der stattliche Stammsitz der Grafen von Tirol, das bekannte gleichnamige Schloss liegt übrigens nur einen Katzensprung von Meran entfernt im Dorf Tirol. Heute beherbergt es das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte. Mit dem Umzug des Landesherrn nach Innsbruck im Jahre 1420 sowie der zunehmenden Bedeutung des Brennerpasses als wichtigstem Handelsweg über die Ostalpen verlor Meran jedoch schnell seine politische wie wirtschaftliche Führungsrolle. Als die Stadt gemeinsam mit Südtirol nach dem Ersten Weltkrieg zu Italien kam, entging sie glücklicherweise der brutalen Assimilierungspolitik der Faschisten, der u. a. die neue Landeshauptstadt Bozen zum Opfer fiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Stadt wieder auf ihre lange Tradition als Kur- und Fremdenverkehrsort des Habsburgerreiches zurückgreifen und damit zahlreiche - auch prominente - Gäste anziehen. Heutige Kurgäste werden vor allem in der neuen Thermenanlage verwöhnt. Inmitten eines über 50.000 qm großen Parkes im Zentrum der Stadt gelegen, wurde das moderne Haus im Jahre 2005 eröffnet. Das genutzte Thermalwasser erreicht eine Temperatur von ca. 90 °C und ist stark mineralisiert.

Video: (HD) Meran - Gletscher, Glamour und Geheimtipps (DOKU)

Wahrzeichen der Stadt ist ein Meisterwerk des Jugendstils: das wunderschöne Kurhaus an der Passer-Promenade, das in mehreren Bauphasen entstand und im frühen 20. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Ebenfalls im Jugendstil erbaut wurde das Stadttheater, das 1900 seine Einweihung feiern konnte. Neugotisch präsentiert sich hingegen die evangelische Christuskirche.

Nicht verpassen als Ferienhaus-Urlauber dürfen Sie selbstverständlich die berühmten historischen Lauben, die man am Besten während eines entspannten Altstadt-Bummels kennen lernt - Shopping in den verführerischen Geschäften inklusive. Während des alljährlichen Internationalen Weinfestivals oder dem Meraner Altstadtfest präsentiert sich das mittelalterliche Städtchen besonders charmant. Unübertroffen ist die Atmosphäre natürlich während des adventlichen Christkindlmarktes.

Bei Ihrem Gang durch die Lauben , Gassen und Sträßchen denken Sie bitte auch daran, die Spitalkirche zum Heiligen Geist (ital.: ‚Chiesa di Santo Spirito’) aufzusuchen - eine schöne spätgotische Hallenkirche, die zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt gehört. Mitten in der Stadt liegt zudem die sehenswerte Landesfürstliche Burg, die um 1470 von Herzog Sigmund errichtet wurde und ihm als Stadtresidenz diente. Es handelt sich jedoch weniger um eine richtige Burg, als um ein befestigtes stattliches Haus. Zur Entspannung können Sie anschließend über die schöne Kurpromenade schlendern oder dem Stadtmuseum einen Besuch abstatten, das übrigens das älteste Museum Südtirols ist. ‚Kunst Meran/Merano arte’ ist hingegen der zeitgenössischen Kunst gewidmet und befindet sich im Haus der Sparkasse in den mittelalterlichen Lauben.

Ein Meraner Highlight fehlt jedoch noch: die herrlichen botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff oberhalb der Stadt! Immerhin hat hier schon Kaiserin Sissi gerne ihren Urlaub verbracht und überlegt, das stattliche Anwesen im neugotischen Stil zu erwerben. Nachdem das Anwesen 1977 in staatlichen Besitz überging, wurde hier das ‚Touriseum’ eingerichtet, ein Museum, das der Geschichte des alpenländischen Tourismus gewidmet ist. Die Gärten entstanden 1994 und umfassen eine Fläche von 12 Hektar. Hier können Sie sich an den stilvollen Arrangements und den schillernden Farben der Blumen und Pflanzen aus aller Welt kaum satt sehen!

Skifahren, Pferderennen und das größte Straßenfestival Europas

Doch Meran lockt nicht nur mit seiner schönen Architektur, dem guten Klima und seinem großen Kurangebot, sondern bietet sommers wie winters perfekte Sportmöglichkeiten in unmittelbarer Umgebung. So finden Sie hier als Ferienhaus-Urlauber zahlreiche bekannte Wander- und Skigebiete vor - zum Beispiel die ‚Schwemmalm’ im Ultental, ‚Pfelders’ im Passeiertal, den ‚Schnalstaler Gletscher’ im Schnalstal sowie die ‚Ortler Skiarena’ - einen Zusammenschluss von insg. 16 Skigebieten.

Zudem besitzt die Stadt in Untermais Europas größten Pferderennplatz. Auf der über 5 km langen Rennbahn fand bereits 1935 das erste Rennen statt. Die Reitsportbegeisterten unter Ihnen sollten sich die beiden Höhepunkte der Saison merken: das ‚Haflinger Galoppreiten’ am Ostermontag sowie den ‚Große Preis von Meran’ - ein bekanntes Hindernisrennen am letzten September-Sonntag.

Sind Sie eher Musikliebhaber, dann sollten Sie sich das ‚Südtiroler Musikfestival’ von Ende August bis Ende September im Kurhaus bzw. dem Stadttheater vormerken. Der Schwerpunkt liegt dabei auf klassischer sinfonischer Musik. ‚MeranJazz’ ist hingegen ein kleines renommiertes Jazzfestival, das alljährlich im Juli stattfindet. Hier treten bekannte amerikanische und italienischen Jazzmusiker auf. Zuvor, jeweils im Juni, findet zudem das dreitägige ‚Internationale Straßenkunstfestival’ statt, das eines der größten und wichtigsten Europas ist. Bis zu 25.000 Besucher lassen sich hier von den unterschiedlichsten Straßenkünstlern verzaubern – vielleicht ja demnächst auch Sie?

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