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Riva del Garda – die ‚Perle des Gardasees’

Mit rund 16.000 Einwohnern ist Riva del Garda der zweitgrößte Ort am Gardasee. Der beliebte Urlaubsort, auch ‚Perle des Gardasees’ genannt, wird vom ‚Monte Brione’ im Osten und dem ‚Monte Rocchetta’ im Westen umgeben.

Die hohen Gebirgszüge sowie die Lage direkt am Nord-Ufer des berühmten Sees sorgen dafür, dass in der Stadt ein angenehmes und mildes Klima herrscht. So klettern die Temperaturen im Sommer konstant auf ca. 25 Grad, während der Winter dank der nahen Skigebiete zum Skifahren verlockt. Viel Kultur, viele Veranstaltungen sowie zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der Nähe der Stadt machen Riva somit das ganze Jahr über für einen Ferienhaus-Urlaub interessant!

Den malerischen Ort, der bereits in der Römerzeit besiedelt war, ziert noch heute eine Fülle von Zitronen- und Olivenbäumen, Lorbeersträuchern und Palmen. Kein Wunder, dass sich das Städtchen, das im 19. und noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur ‚K.u.K.-Monarchie’ gehörte, zu einem gefragten Kurort entwickelte. Die das Stadtbild bestimmenden ‚Palazzi’ stammen sogar noch aus Venezianer Besatzungszeit. Auch die ab 1508 erbaute Festung Riva in etwa 200 Metern Höhe am Berg über der Stadt wurde von den Venezianern errichtet, jedoch fast vollständig von der italienischen Artillerie im Ersten Weltkrieg zerstört. Erst 1919 wurde Riva wieder Italien zugeschlagen. Von den übrigen ehemaligen und weitläufigen Befestigungsanlagen können Sie noch neben der sog. ‚Bastione’ die Strandbatterien ‚San Nicolo’ im Yachthafen sowie ‚Bellavista’ an der Ponalestraße besichtigen.

Vom schiefen Turm und schönen Kirchen

Ältestes Gebäude und Wahrzeichen Riva del Gardas ist der ‚Torre Apponale’ – ein leicht schiefer, ca. 35 m hoher Uhrturm aus dem Jahre 1220, der bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges Teil der Stadtbefestigung war. Damals wie heute bietet er einen herrlichen Blick auf Stadt und Hafen und beherrscht die ‚Piazza 3 Novembre’, den malerischen und von Arkaden gesäumten Vorzeigeplatz der Stadt direkt am See. Unmittelbar in der Nähe erhebt sich eine weitere Sehenswürdigkeit: die ‚Rocca di Riva’, eine mächtige Stadtburg, die von einem Wassergraben umgeben ist und auf das 12. Jahrhundert zurückgeht. Die später im Besitz der Skaliger befindliche Burg erhielt ihr heutiges Erscheinungsbild aber erst im 19. Jahrhundert. Heute beherbergt sie das ‚Museo Civico’, das städtische Museum mit naturkundlichen, archäologischen und frühgeschichtlichen Sammlungen sowie die ‚Pinacoteca’ mit einigen interessanten Gemälden.

Video: Sehr schön! Riva del Garda in Südtirol

Die barocke Pfarrkirche ‚Santa Maria Assunta’ entstammt hingegen dem 18. Jhd. und besitzt einen äußerst sehenswerten stuckverzierten Innenraum. Größter Schatz Rivas ist allerdings eine andere Kirche: die ‚Chiesa dell’Inviolata’, eine elegante Pilgerkirche ebenfalls des Barocks. Während der Außenbereich als Quadrat konstruiert ist, bildet das Kircheninnere ein Oktogon. Fünf Altäre, drei Portale, Gewölbe mit Fresken und Stuckarbeiten sowie holzgeschnitzte Beichtstühle und schöne Marmorböden beeindrucken jeden Besucher. Hinter dem Hochaltar befindet sich das Bild mit der wundertätigen Madonna. An der Straße von Riva nach Arco steht dann noch eine wesentlich ältere romanische Kirche - ‚San Tommaso di Canterbury’ aus dem 13. Jahrhundert.

Sollten Sie anschließend ein Kontrastprogramm benötigen, so erkunden Sie am besten den ‚Varone-Wasserfall’ in einer Grotte nördlich von Riva. Hier stürzt das Wasser mit großer Geschwindigkeit fast 100 m tief durch einen turmhohen Felsspalt. Ein einmaliges Naturschauspiel, dem sogar Thomas Mann in seinem Roman ‚Der Zauberberg’ ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

Aber auch den ‚Monte Brione’, eine markante Felsplatte am Nordufer zwischen Riva del Garda und Torbole, sowie den Wanderweg ‚Sentiero della Pace’ sollten Sie nicht auslassen, denn sie bieten einen der besten Aussichtspunkte am nördlichen Seeufer und gleichzeitig die Möglichkeit für eine kurze Wanderung. Ein vor allem bei Kindern beliebtes Ausflugsziel ist demgegenüber das sog. ‚Reptiland’. Das Reptilienhaus mitten in der Altstadt ist vor allem bei schlechterem Wetter eine geeignete Alternative zu den vielen Outdooraktivitäten der Region.

Wo Kletterer, Mountainbiker und Wassersportler auf ihre Kosten kommen

Nicht nur Kulturinteressierte und Naturliebhaber lieben Riva del Garda. Die mächtigen Berge in unmittelbarer Nähe der Stadt wie die majestätische Brentagruppe ziehen nämlich auch eine große Zahl von Mountainbikern und Kletterern an. Denn abgesehen vom alljährlichen Bike-Festival ist die Stadt das beliebteste Ziel für Mountainbiker, die eine Transalp machen, da sich der Ort am südlichen Ende der Alpen befindet. Seit 1989 ist Riva zudem das Endziel auf der sog. ‚Heckmair-Route’, seit 1995 zusätzlich auf der sog. ‚Joe-Route’.

Aufgrund der zuverlässigen Winde kommen Surfer und Segler ebenfalls gerne in die Stadt. Der Nordwind ‚Pelèr’ am Morgen und der Südwind ‚Ora’ am Nachmittag bescheren fast jeden Tag um die gleiche Uhrzeit den Surfern die besten Windbedingungen. Schwimmer suchen hier gerne den schönsten und längsten Badestrand am gesamten See auf. Und letztlich verführt der ‚Porto San Nicolò’-Sporthafen alle Sonnenanbeter unter den Ferienhaus-Urlaubern mit Kiesstrand, Rasenflächen und gemütlicher Hafenkneipe.

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